Programm

Freitag, 16.02.18

Thema: Artenreiche Kulturlandschaften

Menschen schaffen Landschaften. Um zu überleben, eignen sie sich das Land an und bewirtschaften es. Verschiedene Formen der Landnutzung haben zu einer Vielfalt von Landschaftsstrukturen geführt. Diese haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen angepasst. An diesem Tag stellen wir alte Landschaftselemente vor, die sich durch eine hohe Artenvielfalt und ökologische Wertigkeit auszeichnen: Wiesen, Trockenmauern, Hecken und Waldweiden haben eine lange Tradition. Gerade der Artenreichtum dieser Biotope inspirierte und inspiriert Naturgärtner*innen zur Nachahmung.
Für alle gilt: Die notwendige Pflege zum Erhalt dieser Strukturen erfolgt am besten durch die traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung, durch die sie entstanden sind. Aber industrielle Landbewirtschaftungsformen bedrohen die alten bäuerlichen Wirtschaftsweisen. In dieser Umbruchphase ringen wir darum, wie unsere Landschaft künftig aussehen soll.
Auf der Suche nach Antworten für das 21. Jahrhundert zwischen Bauernromantik, amtlich verordneter Landschaftspflege und Naturschutz diskutieren wir am Abend mit den Referent*innen des Tages und unserem Gast Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Umweltministerium.

09.00 Begrüßung und Eröffnung:
 Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Vormittagsprogramm

09.15 Vortrag: Lenken und Erhalten von Blumenwiesen im urbanen Raum: Wir versuchen das Wissen von alten Bauern anzuwenden.
Dipl. Ing. Johannes Burri. seit 1981 mit Blumenwiesen beschäftigt; Leiter Ressort Wildblumen bei UFA-Samen; Saatgutproduzent heimischer Wildpflanzen, CH -Lenggenwil

10.00 Vortrag: Geschichte und Techniken des Trockenmauerbaus – im nachhaltigen Pakt mit der Natur.
Dr. Reinhard Witt, Biologe und Journalist, Fachbetrieb für Naturnahe Grünplanung, D-Ottenhofen

10.45 Kaffeepause

11.15 Vortrag: Obstbau im öffentlichen Raum – nutzen und pflegen mit Verstand
Dipl. Ing. agr. Michael Grolm, Berufsimker und Leiter der Obstbaumschnittschule, 
 D-Tonndorf

12.00 Vorstellung der Workshops

12.30 Mittagessen

Nachmittagsprogramm

14.00 Workshops: Naturgarten konkret – Offenes Seminarangebot. Hier: mehr dazu.

16.00 Kaffeepause

16.30 Vortrag: Europas Feldeinfriedungen- Entstehung und Entwicklung einer bedeutenden Kulturlandschaft
Georg Müller, Heckenspezialist mit dem Schwerpunkt Wallhecke und Autor, D-Ganderkesee

17.15 Vortrag: Waldweiden – wie und warum einer der wertvollsten Biotoptypen in Europa im Konfliktfeld von Landnutzungswandel und Naturschutzbürokratie verloren geht
Dipl.-Biologin Ulrike Aufderheide. Calluna, Büro für naturnahe Garten- und Grünplanung, Vorstand Naturgarten e.V., D-Bonn

18.00 Abendessen

Abendprogramm

19.30 Abschlussdiskussion zum Thema des Tages
 mit Johannes Burri, Reinhard Witt, Michael Grolm, Georg Müller, Ulrike Aufderheide und Thomas Griese
Moderation: Karin Stottmeister

20.30 Gespräche und Austausch im Foyer oder: Tanzen im Discokeller der JH

 

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